WISSEN FÜR DIE PRAXIS
So schreibst du einen brauchbaren KI-Prompt.
Ein Prompt ist ein Arbeitsauftrag. Wenn du nur „Schreibe etwas über unser Angebot“ eingibst, muss die KI Zielgruppe, Format und Fakten erraten. Das kann flüssig klingen und trotzdem am Bedarf vorbeigehen. Gib ihr deshalb die Informationen, die auch ein Mensch für diese Aufgabe bräuchte.
1. Beschreibe das Ergebnis
Beginne mit einem konkreten Verb: entwirf, vergleiche, fasse zusammen oder prüfe. Nenne anschließend, was herauskommen soll. „Entwirf einen Newsletter“ ist klarer als „Hilf mir beim Marketing“. Eine Rolle kann Orientierung geben, ersetzt aber die Aufgabe nicht.
2. Gib der Aufgabe einen Rahmen
Wer liest das Ergebnis? Welche Informationen stehen fest? Welche Handlung soll möglich werden? Eine Fahrradwerkstatt könnte Öffnungszeiten, Standort und angebotene Leistungen mitgeben. Lasse persönliche Kundendaten weg, wenn sie für den Auftrag nicht nötig sind.
3. Nenne Format und Grenzen
Eine Wortgrenze, eine Tabelle oder eine gewünschte Gliederung machen das Ergebnis leichter prüfbar. Verbiete der KI ausdrücklich, fehlende Informationen zu erfinden. Das verhindert Fehler nicht zuverlässig, macht aber deine Anforderungen deutlich.
Entwirf einen Newsletter für Pendler in unserem Stadtteil. Ziel: Interesse an einem Fahrradcheck wecken. Fakten: [Öffnungszeiten, Ort und tatsächlich angebotene Leistungen]. Ausgabe: drei Betreffzeilen und ein Text mit höchstens 180 Wörtern. Ton: freundlich und direkt. Erfinde keine Preise, Termine oder Kundenberichte. Markiere fehlende Angaben als offene Fragen.
4. Verbessere gezielt
Wenn der erste Entwurf zu allgemein ist, benenne den Fehler: „Ersetze die allgemeinen Vorteile durch die drei Leistungen aus meinem Material.“ Ändere pro Durchgang möglichst ein oder zwei Kriterien. So erkennst du, welche Änderung hilft.
Vor dem Einsatz
Kontrolliere Namen, Zahlen, Zusagen und Ton. Auch ein sorgfältiger Prompt garantiert keine korrekten Antworten. Für wiederkehrende Aufgaben kannst du eine angepasste Vorlage speichern; prüfe beim nächsten Einsatz, ob der Kontext noch stimmt.